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Freitag 30.07.2010
 
Produktpiraterie ist ein Problem
11-2006/1867
Quelle: Stadtspiegel, Deutschland
Achim and Dieter Schulz - 2 Moenchengladbacher erobern die Welt
Ausgabe 2006 - "Produktpiraterie ist ein Problem" Aber nicht für die Diamant Metallplastic GmbH. Die Giesenkirchener sind in der Gusskosmetik ein Branchenprimus und in der Welt unterwegs. "Man muss seine Nische finden und besser sein als alle anderen. Dann hat man auf dem Weltmarkt alle Chancen," sagt Achim Schulz, geschäftsführender Gesellschafter der Diamant Metallplastic GmbH. Das kleine mittelständische Unternehmen mit 25 Mitarbeitern hat sein en Sitz in Giesenkirchen und blickt auf eine 120-jährige Tradition zurück. Von hier beliefert die Firma Kunden in der ganzen Welt. Hauptsächlich sind das Giessereien und deren Kunden, egal ob sie in Europa, Amerika oder Fernost stehen. Das Unternehmen hat in der ganzen Welt vielleicht acht Konkurrenten, die eine ähnliche Produktpalette anbieten. "Aber uns schlägt keiner so schnell! Wir haben duch unsere jahrelange Erfahrung die Qualität optimiert. Wir stellen über 300 Rezpeturen her und können etwa 1000 Produkte anbieten", so Schulz. Aber was genau bietet Diemant an? "Es ist eine Form von Gusskosmetik," versucht Schulz zu erklären. Verständlicher wird es, wenn man die Historie des Unternehmens betrachtet. Ursprünglich von Robert Schulz als Giesserei gegründet, wurde 1892 die "Robert Schulz Drogerie" Nachfolgefirma in Rheydt. Die Erfahrungen in beiden Bereichen wurden Ende des 19. Jahrhunderts gebündelt, so dass die ersten Reparaturkitte hergestellt wurden. Nach dem ersten Weltkrieg entstand die "Adler Rheydter Lack-, Spachtel- & Kittfabrik" Zudem wurde das Produkt 'Iron Cement' für die Stahlindustrie entwickelt. Übrigens das erste Material, das 1.500 Grad Celsius aushielt. Dieses Produkt ist heute immer noch Bestandteil des Angebotes, aber Diamant entwickelte neue Rezepturen. Dabei hat das Unternehmen den Vorteil, dass chemische Erzeugnisse nur schwer zu kopieren sind. "Wir bauen Zuschlagstoffe wie Metallpulver, so genannte schlafende Hunde, ein, damit die Original-Rezeptur nicht kopiert werden kann", so Schulz weiter. Der Chemiker könne die verwendeten Materialien nicht quantifizieren. Die von Diamant hergestellten Duroplaste sind außerdem nach Rezepturen entwickelt worden, die Erfahrungswerte aus Jahrzehnten verarbeitet haben. Und das ist auch gut so, denn besonders in China ist Produktpiraterie hoch im Kurs. "Das sollte man nicht unterschätzen", meint Schulz, der mit Vetter Dieter Schulz die Geschäfte gemeinsam führt und mit sein er Tochjter bereits die nächste Generation im Unternehmen eingeführt hat. Die Boom-Märlte wie China und Indien sind selbstredend auch Geschäftsfelder der Giesenkirchener, weil die Kunden hier Dependancen aufbauen. Für den Weltenbummler Achim Schulz ist das kein Problem. Im Gegenteil:"Andere Kulturen faszinieren mich." Auch andere mittelständische Unternehmen und Kleinunternehmer müssen in die Welt hinaus, meint Schulz. "Wer hier bleibt, hat verloren." Dennoch steht der Standort Mönchengladbach überhaupt nicht zur Diskussion. "Wir sind bodenständig. Wir arbeiten hier seit fünf Generationen. Wir sind Gladbacher", versichert Schulz. Aber gefragt ist das Know How der Firma in der ganzen Welt. Im indischen Technologie-Zentrum Bangalore hat Diamant eigene Räumlichkeiten. Hier gibt Schulz einen kleinen Einblick in die Welt der Duroplaste - aber nur einen kleinen. Auf einen Blick - Internet Über ein e Million Klicks im Monat sprechen eine deutliche Sparache. "Keine Frage: dieses Geschäftsfeld wird für uns immer wichtiger", erklärt Achim Schulz. Und deswegen wird die internet-Präsenz unter www.diamant.ph weiter ausgebaut. Gehörten bisher nur Unternehmen zum Kundenstamm des Unternehmens, so können auch Privatkunden neuerdings im e-shop auf der homepage Produkte für den Eigenbedarf bestellen. Ein ebay-Shop soll später hinzukommen.