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Freitag 30.07.2010
 
Aussteller ziehen gemischte Bilanz
04-2006/1501
Quelle: Rheinische Post Lokales, Deutschland
Auch NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben besuchte den Gemeinschaftsstand der WFMG und übte sich im Tipp-Kick.
Thema Hannover Messe. Messegeschäfte sind auch auf der weltgrößten Industrieschau keine Selbstläufer. Das mussten 15 Gladbacher Maschinebau-Unternehmen erleben, die mit der Wirtschhaftsförderungsgesellschaft in Hannover waren. Wer Kunden aus Indien vorweisen konnte, hatte allerdings richtig viel zu tun

5.000 Aussteller aus 60 Ländern, 150.000 m² Ausstellungsfläche, 15 Hallen. Die Hannover Messe Industrie HMI ist zweifellos eine Großveranstaltung. Die Gladbacher Betriebe findet man dennoch schnell. Ein riesiger Luftballon hoch über dem Gemeinschaftsstand überstrahlt alles.
Die Wirtschaftsförderung WFMG, die zum dritten Mal mit Unterstützung der Volksbank den Auftritt der Betriebe organisierte, hat den Luftsack installiert. Wer bei der weltgrößten Industriemesse Aufmerksamkeit erregen möchte, muß sich eben etwas einfallen lassen. Die Firma Diamant Metallplastic brauchte indes keine Werbeaktion. Der Stand des Giesenkirchener Herstellers von Schutzbeschichtungen und Spezialprodukten für die Metallindustrie ist ständig umringt von (internationalen) Besuchern. Russen, Nigerianer und viele Inder suchen das Gespräch mit den 12 Mitarbeitern. "Wir verkaufen unsere Produkte zu 65 Prozent ins Ausland", erklärt Achim Schulz, geschäftsführender Gesellschafter das internationale Interesse. "Und als wir 1996 nach Indien gingen, waren wir einer der ersten deutschen Betriebe dort."
Da passt es gut, dass ausgerechnet Indien zum Partnerland der Messe auserkoren wurde. Die Reise nach Niedersachsen hat sich für das Diamant-Team gelohnt.
Ulrich Frey von der indischen Firma Shanti Gears hat seine Zahnrad-Modelltyppen direkt neben Diamant aufgebaut. Auch er freut sich über den Indien-Schwerpunkt. In der Wachstumsregion ist Shanti Gears längst Marktführer für Zahnradsysteme...
Auf der anderen Seite des 144m² Standes ist die Stimmung gedämpfter. "In den ersten Tagen war kaum etwas los", sagt Klaus Cremer, Geschäftsführer der Heinrich Cremer GmbH, einem Hersteller von Verkleidungen für Werkzeugmaschinen. Nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten wollte er mit dem ersten Messebesuch neue Absatzmärkte, etwa in der Lebensmittelindustrie, ausloten. "Bislang ohne Erfolg", sagt er...
Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG, kennt die Probleme natürlich. "Aber solange die Betriebe zur Messe wollen, bieten wir es ihnen an", sagt er. Der gemeinsame Auftritt käme zudem gut an und stärke dasa 'Wir-Gefühl' unter den Maschinenbauern in MG. Nur eine Sache könne eben auch die WFMG nicht leisten: "Kunden an den Stand zwingen."